Venom Review

 

Im Doppelpack schauten Rico und ich vergangene Woche den neuen Sony-Marvel Film Venom an. Wieso wir mit gemischten Gefühlen den Saal verließen erfahrt Ihr in den nächsten Absätzen. 

Theoretisch gehörte schon immer Venom zu Eddie Brock (Tom Hardy), einem gutmütigen Journalisten. In dieser Origin Story wird beleuchtet wie die beiden aufeinander stoßen. Eddie verliert in den ersten Filmminuten alles was Ihm wichtig ist. Seine Freundin Anne (Michelle Williams) verliert das Vertrauen zu Ihm und beendet deren Beziehung. Seinen Job als Nachrichtensprecher wird er auch los. Über viele Umwege und Entscheidungen aus dem Bauch heraus landet Eddie in den Laboren der ”Life Foundation”. Dort führt Dr. Carlton Drake (Riz Ahmed) Experimente an Menschen durch um Symbionten nutzbar für die Menschheit zu machen. Symbionten sind Parasiten aus dem All. Hier trifft Eddie auf Venom ebenfalls ein Symbiont.  Gemeinsam müssen Sie sich den anderen Parasiten entgegenstellen, die es auf sie abgesehen hat. Ob sie koexistieren können, und ob Venom lange genug Eddie als Wirt ertragen kann, schaut Ihr euch am besten selbst an.  

Tom Hardy glänzt in der Rolle des Eddie / Venom. In einem Interview sagt er zwar selber, dass die besten Szenen im Film nicht zu sehen sind die gedreht wurden. Aber ganz so hart würde ich es nicht ausdrücken. Der Film hatte es nicht leicht. Da waren das schlechte Drehbuch- durch Marvel Sony Streitereien  und der Auffällig schlechte Schnitt der dem 12er-Rating zum Opfer fiel. Und ein paar Stunden nach dem der Film im Kino anlief, hagelte es schlechte Kritik. Auch Rico war nicht so vom Film überzeugt als wir danach noch mal sprachen. Viele Fans des Comics hatten sich über das Fehlen Spidermans beklagt. Fand ich nicht so dramatisch da wir Venom ja auch schon mal in Spiderman 3 gesehen haben (damals von Topher Grace gespielt). 

Hardy stellte zwar einen Looser da, konnte aber auch richtig austeilen. Seine Mimik ist sensationell und brachte den Humor auf den Punkt. Die Chemie zu den anderen Schauspielern blieb manchmal auf der Strecke. Doch gerade als Amy und Eddie getrennt waren, funktionierten sie zusammen ganz gut. Auch das hin und her zwischen Stimmen im Kopf und Eddie selbst waren einige Lacher wert. Häufig bediente sich gerade der Action geladene Teil zu sehr an Klischees. Mir blieben zu sehr die “wow-Effekte” auf der Strecke. In den Zeilen steckte jetzt viel Kritik drin, soll aber nicht heißen das ich nicht begeistert war. Denn es war ein richtig guter Action Film. Rico nannte es “Kopf-aus-Kino” Und da gebe ich Ihm recht. Denn unterhalten hat er mich auch. Ein paar Mal bin ich sogar erschrocken. Der Film landet direkt in mein Heimkino-Regal, denn ich bin auf der Suche weiterer Eastereggs. Damit meine ich auch, dass man nach dem Abspann erst einmal sitzen bleiben sollte. 

Die Kinokassen lügen nicht. Venom zieht sein Publikum an. Nicht jeder findet Ihn gut, aber eine Menge Potential steckt in Ihm. Deadpool muss sich bald warm anziehen. Er hat einen Konkurrenten bekommen.  Es war ein toller Unterhaltungsfilm der leider erst gegen Ende Fahrt aufgenommen hat.  

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