Letztes Jahr erschien in freudiger Erwartung ein neuer vollwertiger Teil des sehr erfolgreichen Franchise Dragon Quest in Japan. Mit dem 11. Titel wollte man die JRPG – Kultur mit der Moderne verschmelzen. Und das ist den Entwicklern mehr als gelungen. Mich überzog eine Gänsehaut als das Intro nun auch über meinen Bildschirm, in feinster Qualität, flimmerte. Mit einer durch Akira Toriyama (Zeichner der Dragon Ball Mangas) Zeichenstil geprägte Eröffnungssequenz öffnete Square Enix die Tore zur neuen Welt.  

Als noch namensloser Held erleiden wir ein recht trauriges Schicksal und binnen weniger Stunden sammeln wir unsere Kräfte für eine lange Reise über den Kontinent. Dabei lassen wir unser noch friedliches Dorf hinter uns.  Mit neu gewonnen Freunden kämpfen wir uns immer weiter als sogenannter Lichtbringer durch malerische Landschaften. So lernen wir ziemlich am Anfang den Dieb und Schuft Erik kennen. Der aber reinen Herzes ist und wie ein schelmischer Robin Hood auf mich wirkt. Haben wir sein Diebesgut wieder zurückerlangt, lernen wir uns dabei genauer kennen und er beschließt, aus dem Bauch heraus, bei uns zu bleiben. Was gar nicht mal so verkehrt ist, denn einen Kämpfer der gut mit Dolchen und Bumerangs umgehen kann können wir gut gebrauchen. Denn die Welt beherbergt nicht nur gut gesinnte, sondern auch lästige aber niedlich animierte Monster.  Davon gibt es altbekannte aber auch neue Typen von Monstern die nach einer Tracht Prügel von uns verlangen. Es macht sehr viel Spaß und Laune mit unterschiedlichen Kombinationen diese auch zu verteilen. Dazu später mehr. Die Gruppe um unseren Helden wächst im Verlauf immer weiter an. Jeder Charakter bringt auch seine eigene Geschichte mit. Sei es eine verfluchte Magierin mit Ihrer Schwester oder ein mysteriöser Zirkusartist. Es liegt uns frei in welcher Konsultation wir die Gruppe aufstellen, die Charakter bleiben dabei nicht auf der Strecke. Bauen wir nämlich unser Lager auf, können wir mit den Mitgliedern Gespräche führen. Somit erlebt jeder das gleiche grandiose Abenteuer aber auf unterschiedlicher Art und Weise.  

Das erste was ich nach der Einführung ausprobiert habe war natürlich das durchforsten des Menüs. Auf dem ersten Blick wirkt es aufgeräumt und simplifiziert das verwalten der Items aufs Beste. Nun, mit einem kleinen Abstrich.  Denn jeder Charakter trägt für den Kampf seinen eigenen Rucksack. Wenn man vergisst diesen mit Heilkräutern zu befüllen kann das im Kampf nach hinten losgehen. Hat man sich daran aber gewöhnt ist das kein Thema mehr. Es ist ja auch so gut durchdacht und strukturiert.  In der Gruppe müssen wir auch mal weite Wege zurücklegen. Zu Pferd oder zu Fuß. Monster werden dabei nicht zufällig unsere Wege kreuzen wie es noch in den alten Teilen der Fall war, sondern sie lauern auf der gleichen Oberfläche wie wir auf dem Weg. Weshalb man sie auch umgehen kann. Oder man schlägt sie auf dem Rücken des Pferdes aus dem Weg. Achtung, bei größeren Gegnern tritt man trotzdem in den Kampf. Sobald man einen Kampf startet, wird man mit einem fließenden Übergang in die abgesteckte Arena aufgestellt. Diese zeigt die Umgebung wo wir uns eben befinden. Das gab es so bis jetzt in den Teilen noch nicht. Über taktische befehle, wie zum Beispiel Angriff, Verteidigung, Fähigkeit und Zauber können wir den Monstern kräftig zusetzten. Stirbt der Gegner sehen wir immer eine für Ihn animierte Szene wie er K.O geht. Daran kann man sich nicht satt sehen. Sollte unser PartyMitglied sterben können wir diesen auch durch Hilfe von Items oder Zauberei wieder zum Leben erwecken. Wer von all dem Trubel mal eine Pause braucht kann sich am Lager oder in der Kirche erholen. Diese sind auf der Map hervorgehoben und im späteren Verlauf schnell durch den Zauber Teleport zu erreichen.  Wir erfüllen kleine und größere Quests um mit unserem Level aufzusteigen. Über einem Levelbaum lernen wir neue Künste und stärken unsere Attribute noch einmal zusätzlich.  

Optisch macht Dragon Quest so viel richtig. Es nimmt die alten Teile als Vorbild und kreiert völlig neue schöne Areale. Der Manga/ Comic Look ist auch in den Gesichtern gut umgesetzt wurden. Jede Bewegung zu Fuß oder auf den tierischen Begleitern ist flüssig und auch auf dem PC waren keine Ruckler festzustellenSoundtechnisch ist es auch ein Meisterwerk geworden. Orchestrale Musik gepaart mit Reverenzen zu den älteren Spielen ist einfach wundervoll.  

 

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