Detroit become Human Review

 

Ein gutes halbes Jahr nach Release von Detroit become Human habe ich mich an mein erstes richtiges Action Adventure herangetraut. Denn das Thema rund um Androiden und anderen künstlichen Intelligenzen reizt mich doch sehr. Ich war bestimmt auch einer der ersten, die sich Alexa ins Haus geholt haben. Wie cool ist es denn meiner seiner Technik im Haus kommunizieren zu können? Klar steckt die Technik sowie VR noch in den Kinderschuhen, aber durch das Spiel von Quantic Dream kann man durch das Fernglas in die Zukunft schauen. Warum es mir stellenweise auch Angst gemacht hat und ob es den damaligen Hype entsprach erfahrt Ihr hier. 

Es führen drei voneinander getrennten Geschichten zu einem Hauptstrang und so habe ich den Artikel auch dazu aufgebaut. Beim schreiben passte es dann so am besten dazu. 

Der erste Charakter den man in den 30 Spielstunden steuert ist Connor. Connor ist ein Android dessen Aufgabe es ist der Polizei bei Ermittlungen zu helfen, in denen Androiden beteiligt sind. Es gehen schon dafür Bezeichnungen wie “die Abtrünnigen” durch die Reihen. Damit dies nicht zu sehr an die Oberfläche kommt stellte “Cyber-Life” den Detroiter Police Department Connor zur Seite.  Sein erster Fall ist Eifersucht und Verlustangst des Androiden Simon. Der ein Kind als Geisel benutzt um auf sich aufmerksam zu machen. Je nachdem wie die Entführung ausgeht werden wir einen Partner bekommen der aber erstmal aufzusuchen ist. Hank hockt nämlich nach seinen Dienstjahren gern in der Kneipe herum und hält so gar nichts von Androiden. Was er uns natürlich gleich spüren lässt. Wer aufmerksam das geschehen verfolgt kann dies aber langsam aber stetig geraderücken.  

Kommen wir nun zu Kara einem Haushälter Android. Tja Kara hat für mich anfangs einen verschlossenen Eindruck gemacht. Eine die ziemlich devot ist. Aber auch das wird mit der Zeit merklich anders. Wenn sie Ihre stärke und Ihren Mut unter Beweis stellen muss. Sogar schon am Anfang. Denn Todd ihr Besitzer ist ein widerlicher Trinker der jegliche Schuld von sich weist. Immer die anderen sind schuld an seiner beruflichen Pleite. Die Androiden würden die Arbeit wegnehmen und so etwas eben. Die ganze Wut lässt Todd an der kleinen Alice aus. Alice ist die kleine Tochter von Todd und wird mehrmals bedroht und wenn wir nicht dazwischen gehen. Während Kara so langsam realisiert, dass dies kein Déjà-vu ist packt sie all Ihren Mut zusammen und flieht mit Alice aus der prekären Situation. Hauptsache weg, nichts kann schlimmer sein als dort weiter zu leben.  

Detroit become Human 1

Detroit become Human 2

Der letzte Hauptcharakter ist Markus. Hier bekommen wir es am Anfang nach einer Hektischen Situation in der Stadt (es gibt kleinere Demonstrationen gegen Androiden) mit einem ruhigen, harmonischen Teil zu tun. Denn Markus pflegt einen älteren Künstler Carl Manfred. Dieser schließt so langsam mit seinem Leben ab. Er ist zwar zufrieden, macht sich aber um seinen Helfer Markus Gedanken. Wie wird die Zukunft um Ihn herum aussehen und was kann man mit all dem Potenzial das in Ihm steckt noch anstellen? Das versucht er mit einem kurzen Test festzustellen und drückt uns / bzw. Markus kurzerhand den Pinsel in die Hand. Er führt uns die Malerei näher und man wird just unterbrochen. Der um Geld bettelnde echte Sohn stürmt in die Situation. Ab da ist für Markus nichts mehr wie es mal war. Er muss um sein Leben bangen und er verliert seinen Freund, wenn nicht sogar seinen Vater. Nach seinem traumatischen Erlebnis quält Ihn immer der Drang den Ort Jericho zu finenden. Sein neues Zuhause, wo andere mit ähnlichen Schicksal Obdach finden. 

Zum Ende hin verweben sich die Geschichten, es kommen Nebencharaktere und gehen neben Nebencharaktere. Jeder lernt Sie entweder früher oder später, ja oder vielleicht sogar gar nicht kennen. Das Gameplay beinhaltet außer Entscheidungen treffen und ein paar Quick time Events nichts. Mehr muss es ja auch nicht können. Denn wir können uns frei bewegen und mit so vielen Dingen interagieren. Sollte man sogar, es zahlt sich bei Entscheidungen aus. Je mehr wir gefunden haben, desto größer wird unserer Entscheidung Strang in den Szenen. Optisch ist Detroit auf der Playstation Pro eine Wucht. So viel Mimik in den Gesichtern ist bemerkenswert. Auch die Umgebung war stimmig, knackig scharf und durchweg flüssige Frames. Das war ein Blockbuster mit Tiefgang würde ich sogar behauten. 

Jede Geschichte beginnen wir als Maschine. Doch mit jeder Bewegung oder Entscheidung steckt ein Teil von uns darin. Das versucht Quantic Dream uns Visuell nahe zu bringen. Sie lassen uns die Freiheit zu Entscheiden ob wir so viel Verantwortung der Maschine zu trauen würden. Oder ist es besser nichts an unserer Situation zu verändern. Ich fand es sehr interessant die Parallelen der Probleme unserer Zeit zu finden. Es erschreckt einen, wenn man sieht, dass Androiden nichts anderes als Ware sind die wir hin und her stoßen. Die wir gern mit unseren Gefühlen füttern aber keine Reaktion von denen sehen wollen. Dies macht uns Menschen Angst. Veränderung macht uns Angst. Wir spielen Gott, aber wir möchten nicht dafür bezahlen.   

Quantic Dream zeigt mit dem Finger auf den jetzigen Präsidenten der USA, auf die unterschiedlichen Religionen die sich niemals gegenseitig respektieren. Sie zeigen auf Konsum und auf die Umwelt. Ebenfalls zeigen Sie auf uns. Würden wir es anders machen wenn wir könnten? Durch Detroit konnte ich es. Es war für mich ein perfektes Spielerlebnis.  

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